places to go in Rom: der Petersdom

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places to go in Rom: der Petersdom

Der Vatikan ist der kleinste Staat der Welt – nicht mal einen halben Quadratkilometer groß, etwas über 800 Einwohner*innen. Aber die Sehenswürdigkeiten im Vatikan sind umso größer, vor allem: der Petersdom, eine der größten und wichtigsten Kirchen der Welt und das Zentrum des katholischen Christentums – vor allem im Heiligen Jahr 2025!

Was das Heilige Jahr ist und warum dadurch 2025 rund 45 Millionen Pilger*innen und Besucher*innen im Vatikan erwartet werden? In diesem Jahr – konkret: vom 24.12.2024 bis zum 6.1.2026 – kannst du den Petersdom durch die Heilige Pforte betreten. Das ist eine bronzene Tür, die normalerweise zugemauert ist und nur alle 25 Jahre, eben zum Heiligen Jahr, geöffnet wird.

Was das Durchschreiten der Heiligen Pforte bringt? Einen Generalablass – also einen Nachlass der Bußstrafe, die man nach der Beichte auferlegt bekommt.

Ursprung des Heiligen Jahres: Das Heilige Jahr ‚erfand‘ Papst Bonifatius VIII. im Jahr 1300. Eigentlich sollte es nur einmal im Jahrhundert stattfinden, dann wurden die Abstände immer kleiner – seit 1470 findet das Heilige Jahr alle 25 Jahre statt.

Übrigens: Nicht nur der Petersdom hat eine Heilige Pforte, sondern auch die vier Patriarchalbasiliken in Rom: die Lateranbasilika, die Kirchen Santa Maria Maggiore und Sankt Paul vor den Mauern. Und sogar ein Gefängnis: Rebibbia.

Im Zentrum aber steht – nicht nur im Heiligen Jahr und natürlich auch nicht nur bei Katholik*innen – der Petersdom. Hier findest du die wichtigsten Facts zur Geschichte und den Highlights dieses Gotteshauses:

  • Der Vorgängerbau wurde um das Jahr 324 vom römischen Kaiser Konstantin über dem Grab des heiligen Petrus errichtet, ab 1506 begann man mit dem heutigen Bau, der allerdings erst 120 Jahre später, im Jahr 1626, weitestgehend vollendet war.
  • Die größten Baumeister dieser Zeit haben am Bau des Petersdoms mitgearbeitet: Bramante, Raffael, Michelangelo, Bernini – sie haben auch zum Teil die Statuen, Fresken, Gemälde im Inneren der Kirche gestaltet.
  • Markenzeichen des Petersdoms: die Kuppel. Entworfen wurde sie von Michelangelo nach dem Vorbild des Pantheons in Rom. Sie hat einen Außendurchmesser von knapp 60 Metern, vom Straßenniveau bis hoch zur Spitze des Kreuzes sind es gute 133 Meter. Man kann die Kuppel sogar besteigen, dafür musst du allerdings ein eigenes Ticket kaufen.
  • Ursprung des Petersdoms: Etwa zehn Meter unterhalb des Bodens im Petersdom soll sich das Grab von Petrus befinden, dem Lieblingsjünger Jesu, dem diese Kirche gewidmet ist. Petrus soll hier in Rom gefoltert und getötet worden sein, vermutlich während der Verfolgung der ersten Christen, die Kaiser Nero im Jahr 64 lostrat. Eine Gruppe von Anhängern soll seinen Leichnam gerettet und genau hier begraben haben. Die Nekropole, also die Stadt der Toten unterm Petersdom, ist zugänglich – allerdings nur im Rahmen von Führungen.

Und hier noch ein Geheimtipp, wie du an der Schweizer Garde vorbei hinter die Mauern des Vatikan kommst– und das ganz legal: durch einen Besuch auf dem deutschen Friedhof, dem Santo Campo Teutonico. Hier werden seit über 400 Jahren deutschsprachige Katholik*innen begraben, der kleine Friedhof hat etwas von einem Paradiesgarten. So findest du ihn: Wenn du vor dem Petersdom stehst, die Via della Conciliazone im Rücken, läufst du links unter den Colonnaden durch zum Eingang in den Vatikan. Wenn du den Schweizer Gardisten sagst, dass du aus Deutschland kommst oder deutschsprachig bist, und am Campo Santo Teutonico beten möchtest, lassen sie dich in der Regel rein.

Zweite Möglichkeit für einen Besuch hinter den Mauern des Vatikan: In den Vatikanischen Gärten gibt‘s ein kleines Museum über die Anfänge des Radios: Anfang der 1930er wurde nämlich hier Radio Vatikan gegründet – vom damaligen Papst Pius XI. und dem Erfinder des Radios, Guglielmo Marconi. Der Besuch geht aber nur nach Voranmeldung und zu besonderen Terminen, aktuelle Infos findest du hier.

Auf plazy.travel findest du noch viele weitere Reisetipps und für ausgewählte Reiseziele kannst du dir hier sogar deine persönliche Travel List kuratieren. Und: Mit places to go gibt’s plazy auch als Podcast. In diesem Format stellen wir dir spannende Orte in unter zehn Minuten und mit den wichtigsten Infos und spannenden Anekdoten vor. In Rom zum Beispiel die Vatikanischen Museen, das Viertel Testaccio und ein paar wichtige Basics für deine Rom-Reise. Und natürlich gibt’s auch eine Podcast-Episode zum Petersdom – zu hören auf allen gängigen Podcast-Plattformen oder gleich hier: