Was du beim Landurlaub in der Chemnitz Zwickau Region erleben kannst? Hier kommen die wichtigsten Infos für deinen Urlaub – und ein besonders schönes Dorf stellen wir dir im Detail vor. Denn: Gerade dieses Dorf ist der perfekte Ausgangspunkte, um diese Region zu entdecken. Hier findest du herzliche Gastgeber*innen, kannst jahrhundertealte Bräuche und Handwerkstraditionen erleben und bist schnell in der Natur. Das erwartet dich in der Chemnitz Zwickau Region:
Die Region im Westen von Sachsen, rund um die beiden Städte Chemnitz und Zwickau, ist durchzogen von historischen Pilgerrouten wie dem Sächsischen Jakobsweg auf der Via Regia oder dem Sächsischen Lutherweg, aber auch von modernen Kulturpfaden wie dem Purple Path: Der Weg führt von Chemnitz aus zu gut drei Dutzend Kunstwerken in der näheren Umgebung; er entstand im Kulturhauptstadtjahr 2025 und wird fortgeführt.
Im Norden: Burgen und rote Felswände. Natur-Highlight im Norden der Region ist der Rochlitzer Berg. Das erste Naturstein-Welterbe überhaupt in Deutschland entstand aus der Asche eines Vulkans – und ist heute ein leuchtend roter Porphyr-Fels und eine echte Landmarke im Mittelsächsischen Hügelland. Mulde und Zschopau fließen hier übrigens durch das Tal der Burgen. Auf einem Felssporn über der Zschopau, liegt zum Beispiel die Burg Kriebstein; sie gilt als Sachsens schönste Ritterburg.
Im Westen: Zwischen Industriekultur und Landidylle. Die Region – gerade rund um die Städte Chemnitz und Zwickau – wurde früh und stark von der Industrialisierung geprägt. Bei Crimmitschau im sanft hügeligen Zwickauer Land, im Grenzgebiet zu Thüringen, findest du spannende Industriekultur und idyllische Dörfer: etwa das Museumsdorf Blankenhain. Und übrigens mit der Koberbachtalsperre ein Freizeitrevier zum Baden, Angeln oder Boot fahren.
Im Süden: Wälder, Berge und versteckte Höhlen. Südlich von Zwickau macht sich die Nähe zum Erzgebirge spürbar – die Wälder werden hier dichter, die Berge höher. Spannend: Im Wildenfelser Zwischengebirge wurden einst Kalkstein und Marmor abgebaut; heute gibt’s hier Wanderwege zu versteckten Höhlen. Auch das Tal der Mulde wird hier immer schmaler und felsiger. Auch hier ist der Fluss gesäumt von Wehranlagen wie der markanten Burg Stein bei Hartenstein.
Chemnitz: Sachsens drittgrößte Stadt etablierte sich im 19. Jahrhundert als eines der wichtigsten Industriezentren Europas – damals erhielt sie den Spitznamen „sächsisches Manchester“. Vor allem die Textilindustrie boomte; Chemnitz war schon im Mittelalter ein Zentrum der Tuchmacher gewesen. Um die Baumwollspinnereien, Webereien oder Färbereien mit modernen Maschinen zu versorgen, wurde auch die Maschinenbau-Industrie in der Region groß. Das Erbe dieser Zeit prägt die Stadt, die von 1953 bis 1990 offiziell „Karl-Marx-Stadt“ hieß, bis heute. 2025 war Chemnitz europäische Kulturhauptstadt. Das solltest du hier gesehen haben:
Jugendstilviertel Kaßberg: Der Industrie-Boom machte Chemnitz um die Jahrhundertwende reich. Das Ergebnis siehst du beim Bummel über den Kaßberg – eines der größten zusammenhängenden Gründerzeit- und Jugendstilviertel Europas.
Industriemuseum Chemnitz: In einer historischen Gießereihalle erlebst du funktionstüchtige Dampfmaschinen, historische Webstühle und Meilensteine des Fahrzeugbaus, etwa die legendären Wanderer-Automobile oder den DKW.
Kunst: Wohlhabende Fabrikanten und Bürger*innen der Stadt legten den Grundstein für die beeindruckende Sammlung an Werken aus dem 19. und 20. Jahrhundert in den Kunstsammlungen Chemnitz am Theaterplatz. Wer sich für Werke aus dem Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit interessiert, findet außerdem im Museum Gunzenhauser eine der weltweit größten privaten Sammlungen aus dieser Zeit. In beiden Häusern zu sehen sind Werke des Brücke-Malers Karl Schmidt-Rottluff, der 1884 im Chemnitzer Stadtteil Rottluff geboren wurde. In seinem original erhaltenen Elternhaus erfährst du mehr über seine Herkunft und Kindheit sowie sein frühes Werk.
Zwickau: Die Stadt gilt als Wiege der sächsischen Automobilindustrie, aber nicht nur Technikbegeisterte kommen hier auf ihre Kosten. Die Stadt an der Mulde hat ein historisches Stadtzentrum und ist Geburtsort des weltberühmten Komponisten Robert Schumann. Das solltest du hier gesehen haben:
August Horch Museum: In den einstigen Fertigungshallen der Marken Horch, Audi und Trabant sind heute Autos aus den verschiedensten Epochen zu sehen – von den Luxusautos der Gründerzeit über den DDR-Trabi bis zu Sportwagen der Gegenwart. Übrigens: Der Automobilpionier August Horch übersetzte für sein zweites Unternehmen seinen Nachnamen ins Lateinische – und schuf mit „Audi“ eine weitere bekannte Automarke.
Priesterhäuser: Eines der ältesten erhaltenen Wohnhausensembles Deutschlands liegt am Domhof der Stadt. In den vier Fachwerkhäusern, deren Wurzeln zurück ins 13. Jahrhundert reichen, bekommst du einen Eindruck vom Alltag im späten Mittelalter. Gleich um die Ecke ist der prächtige Dom St. Marien: Achte hier auf den prachtvollen Flügelaltar – er wurde 1479 von Michael Wolgemut gestaltet, einem Lehrer Albrecht Dürers.
Robert-Schumann-Haus: Am Hauptmarkt wurde 1810 Robert Schumann geboren, der später zum wohl bekanntesten Komponisten der Romantik avancierte. Die Ausstellung in seinem Geburtshaus zeigt Briefe, Instrumente und andere persönliche Gegenstände des Komponisten und seiner Frau Clara Schumann. Auf deren Original-Flügel werden sogar gelegentlich Konzerte gegeben.
Was „Urlaubsdörfer“ sind? Diese Dörfer sind für ihre Gastfreundschaft und ihre hohe Qualität zertifiziert. Mehr Informationen über diese besondere Art des Landurlaubs findest du hier: sachsen-tourismus.de/reiseziele/landurlaub
Und das Urlaubsdorf der Chemnitz Zwickau Region stellen wir dir in unserem plazy-Podcast places to go vor. Alle Infos zum Dorf findest du weiter unten, und einen ersten Überblick zur Chemnitz Zwickau Region kannst du direkt hier hören: