Seit 1987 gehört die Altstadt von Lübeck zum UNESCO Welterbe. Ausgezeichnet wurde dabei kein einzelnes Wahrzeichen, sondern ein gewachsenes Stadtgefüge, das bis heute als lebendige Mitte der Stadt funktioniert. Die Auszeichnung war übrigens ein Novum. Nie zuvor war in Nordeuropa gleich ein gesamtes Viertel zum Welterbe erhoben worden.
Das Welterbe Lübeck umfasst den mittelalterlichen Stadtkern auf der Altstadtinsel, die vollständig von Wasser umschlossen ist. Hier ist der historische Stadtgrundriss bis heute klar erkennbar: die großen Nord-Süd-Achsen, die schmalen Rippenstraßen und auch die berühmten schmalen Gänge und Höfe, die heute oft versteckte Stadtoasen sind. Du kannst die Altstadtinsel bestens zu Fuß erkunden, von Nord nach Süd misst sie knapp 2,5 Kilometer, in Ost-West-Richtung sind es keine zwei Kilometer. Offiziell teilt sich das Lübecker Welterbe in drei Zonen:
... erstreckt sich rund um den Markt. Zu den berühmtesten Bauten hier gehören:
Wer am Hauptbahnhof ankommt, nimmt Lübecks berühmtestes Entrée in die Altstadtinsel:
Der Lübecker Burghügel ist der Ort, an dem die Stadt gegründet wurde. Was du hier anschauen solltest:
Burgkloster und Burgtor: Das ehemalige Dominikanerkonvent kannst du gut mit einem Besuch im Europäischen Hansemuseum verknüpfen. Im Museumsticket ist der Zugang zum Kloster inbegriffen und du erlebst dort einen Ort mit einer besonderen Stimmung: Die Klosteranlage geht zurück auf das Jahr 1229, du siehst kunstvoll verzierte Deckengewölbe, manchmal läuft leise Musik, und Figuren von Mönchen erinnern an die ursprüngliche Funktion des Ortes, der im Lauf der Jahrhunderte auch anders genutzt wurde – etwa als Armenhaus, Gefängnis oder Gericht.
Die auf der Hand liegende Antwort: Weil Lübeck als führende Hansestadt im Ostseeraum eine besondere historische Rolle gespielt hat und der Reichtum dieser Zeit bis heute in der Stadt sichtbar ist. Stimmt alles – aber es gibt noch einen weiteren Grund.
Dass Lübeck heute UNESCO Welterbe ist, liegt auch an der Entscheidung, nach den schweren Zerstörungen von 1942 die Altstadt nicht neu zu erfinden, sondern behutsam wieder aufzubauen. In der Stadt formierte sich in den 1970er Jahren eine der erste Bürgerinitiativen, die gegen die Modernisierung und Neustrukturierung der Innenstadt protestierte. Auf dem Tisch lagen damals Pläne, die vorsahen, bis zu 40 Prozent der erhaltenen Bausubstanz abzureißen und durch moderne Bauten zu ersetzen. Seinen Welterbestatus verdankt Lübeck auch dem Einsatz der Bürger*innen, die damals dagegen ihr Veto einlegten und sich noch heute aktiv für den Denkmalschutz engagieren.
Wenn du Hintergründe zu Lübecks Welterbe erfahren möchtest, empfehlen wir dir eine Tour mit den Lübecker Stadtführern – unsere detaillierten Tipps zum Lübecker Welterbe haben wir hier für dich zusammengestellt.
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